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Mach ma‘ S/W

Ich muss sagen, nachdem mich die Digitalfotografie mit ihren Möglichkeiten der kreativen Farbgebung ein bisschen von Schwarzweißbildern abgebracht hat, finde ich jetzt langsam wieder gefallen an ihnen. Vorallem, wenn sie mir so wie heute ein paar anfangs fade Bilder retten. Die Fotos unten habe ich heute im Schlosspark Eisenstadt geschossen, ungünstiger Weise zur Mittagszeit bei strahlendem Sonnenschein. Obwohl das natürlich ansich sehr erfreuliche Bedingungen sind, sehen Landschaften am Foto dabei in den seltensten Fällen gut aus. Viel sehr Helles, viel sehr Dunkles und pickelharte Kontraste. Man kann zwar mit dem RAW-Format ein bisschen schummeln, aber meistens steht man auch da schnell an. Was man in so einem Fall versuchen kann, ist das Bild in Schwarzweiß umzuwandeln, dieses Format verträgt nämlich in der Regel wesentlich mehr Kontrast als ein Farbbild, ohne dabei unausgewogen zu wirken. Extrem helle oder dunkle Stellen im Bild wirken nicht mehr so störend, sondern können, ganz im Gegenteil, das Bild sehr spannend oder stimmungsvoll machen. Durch das Fehlen der Farbe treten die Konturen und Formen jetzt viel deutlicher hervor und werden das dominante Element im Bild. Allheilmittel, wie manche glauben, ist Schwarzweiß aber nicht. Lebt das Bild vom  Zusammenspiel der Farben, wirds in Schwarzweiß nur ein Matsch.

Die heutigen Bilder wären in ihrer Farbversion jedenfalls in meinem digitalen Mülleimer gelandet. So hingegen bin ich ziemlich zufrieden mit ihnen.

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