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Tamron 28-75mm f/2.8

Nachdem ich mir zu Weihnachten bereits das Sigma 10-20mm f/4-5.6 für einen meiner Schwerpunkte, die Landschaftsfotografie geleistet habe, bekam meine (derzeit noch überschaubare) Objektivfamilie heute erneut Zuwachs. Eigentlich hatte ich ja mit einem gebrauchten Nikkor 35-70mm f/2.8 geliebäugelt, da ich gern ein lichtstarkes Standardzoom mein Eigen nennen wollte, geworden ist es im Endeffekt aber ein Tamron 28-75mm f/2.8. Puristen werden jetzt natürlich die Hände vorm Gesicht zusammenschlagen, und auch ich hätte vor einer Woche noch zumindest den Mund verzogen, aber seit ein paar Tagen bin ich um einiges schlauer.

Meine ersten Objektive waren die zwei Kit-Scherben, die mit meiner D40 kamen, namentlich ein 18-55mm, sowie ein 50-200mm mit irgendwas im Bereich von f/3.5-6.3. Diese wurden von mir dann der Bequemlichkeit halber durch ein Sigma 18-200mm f/3.5-6.3  „Immerdrauf“ ersetzt, das ich bis heute verwende. Die Linse tut das was sie soll, nämlich erträgliche Bildqualität zu einem mehr als verschmerzbaren Preis zu liefern. Nicht mehr und gottseidank auch nicht weniger. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist man natürlich angeschmiert, der integrierte Autofokusmotor weckt die Toten und die Vignette erhebt es gleich von der Kür zur Pflicht. Fairerweise muss man aber festhalten, dass es in 75% aller Situationen brauchbare Ergebnisse liefert und sich vorallem als bequemes Reiseobjektiv bewährt hat. Jedenfalls werd ichs weiterverwenden.

Als (zumindest teilweise) Ablöse soll aber mein neues herhalten. Wie gesagt hatte ich zuerst das Nikkor im Auge, das in Fotografenkreisen ja unter „alt aber gut“ gehandelt wird, vorausgesetzt man erwischt ein noch funktionstüchtiges Exemplar. Schauergeschichten über trüb werdenden Kleber zwischen den Linsen und ähnliches geistern hier durchs Netz. Da das Nikkor seit 1998 nicht mehr hergestellt wird, kommt man nicht drumherum ein gebrauchtes zu kaufen und läuft eben Gefahr genau so ein marodes Teil zu erwischen. Dann wäre da der Schiebezoom. Manche schwören darauf – ich kann mich damit nicht ganz anfreunden. Vielleicht bin ich hier einfach zu Newschool. Ich sage nicht, er ist schlechter – er ist einfach nicht mein Ding.

Ein weiterer Punkt, der mich Richtung Tamron gelenkt hat, ist der größere Brennweitenbereich. Hier stehen 35-70 beim Nikkor gegen 28-75 beim Tamron. Bei einer Vollformat-Kamera stellen die 35mm ein akzeptables unteres Ende dar, bei einer Crop-Kamera, wie meiner D90 wirds da schon eher eng. Hier spricht die Flexibilität doch für das Tamron.

Schlussendlich waren es auch die durchwegs positiven Rezensionen (auch von Profis) im Internet, sowie der moderate Preis, die mich zum Kauf bewogen haben. Klar, es ist kein Nikkor 24-70mm f/2.8, kostet dafür aber auch nicht mal ein Drittel davon. Und eine Vollformatlinse mit durchgehender Blende von 2.8 bleibt ebengenannte, egal ob Nikon oder Tamron draufsteht.

Fotos vom Objektiv gibts unten, Fotos mit dem Objektiv gibts demnächst.

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